
| Historie |
| Das
Westernreiten hat seinen
Ursprung im "Wilden
Westen" Amerikas.
Über das Grasland der
endlosen Prärien des
amerikanischen Westens
zogen Millionen von
Bisons. Ende des 19.
Jahrhunderts waren sie
fast ausgerottet. Rancher,
die sich dort
niedergelassen hatten,
züchteten auf diesem
Land Fleischrinder. In den endlosen Steppen konnte diese Aufgabe nur mit Unterstützung der Pferde geleistet werden. Das Pferd ermöglichte erst das Zurücklegen weiter Wege, die zur Versorgung, Betreuung und Kontrolle der Rinder notwendig wurden. Bestimmte Charakteristika der Pferde ermöglichten und erleichterten den Cowboys die Erfüllung ihrer schwierigen Aufgaben. Die Pferde mussten folgende Eigenschaften besitzen: |
| » nervenstark
» ausgewogenes Temperament » trittsicher im Gelände » gutes Sprintvermögen » auf minimale Hilfen sicher reagieren |
| Die
Pferde müssen in heiklen
Situationen ruhig bleiben
und dürfen nicht
hektisch reagieren,
deshalb wird besonderer
Wert auf Nervenstärke
und ausgewogenes
Temperament gelegt. Um
ein davon stürmendes
Rind einholen zu können,
sind eine hohe
Trittsicherheit im
Gelände und ein gutes
Sprintvermögen
unabdingbar. Der Cowboy musste sich auf seine Arbeit und nicht auf die Reitkunst konzentrieren, woraus eine zweckdienliche Reitweise entstand, bei welcher die Pferde auf kurze Impuls-Befehle sicher reagieren mussten. Diese wohl erzogenen und disziplinierten Pferde mussten zur Mitarbeit motiviert sein. Diese Eigenschaften der Rancherpferde werden auch heute in der Westernpferdezucht und in den Regeln der Westernreitturniere berücksichtigt. |
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| Disziplinen |
Reining: Reining ist die Dressur im Westernreitstil. Reining bedeutet ein Pferd nicht nur zu lenken, sondern auch jede seiner Bewegungen zu kontrollieren. Ein gutes Reiningpferd sollte sich willig führen lassen und mit wenig und nicht sichtbarem Widerstand zu kontrollieren sein. Es muss dem Reiter völlig gehorchen. Jede eigene Bewegung muss als mangelhafte Kontrolle ausgelegt werden. Alle Abweichungen von der exakt vorgeschriebenen Aufgabe bedeutet ein Fehlen oder ein vorübergehender Verlust von Kontrolle und sind deshalb Fehler, die abhängig vom Grad der Abweichung bestraft werden. Außer dem Abzug von Fehlerpunkten soll es Pluspunkte geben. Sie werden für Weichheit, Eleganz, Haltung, Schnelligkeit und die Art, verschiedene Manöver durchzuführen, gegeben. Die einzelnen Reiningelemente, schnelle und langsame Galoppzirkel, fliegende Wechsel, Spins, Sliding Stops, Rollbacks und Rückwärtsrichten, werden zu Aufgaben (Pattern) zusammengefasst. Es gibt verschiedene Reiningpatterns, deren einzelne Abschnitte in der festgelegten Reihenfolge geritten werden müssen. Die Aufgaben werden auswendig geritten. |
Cutting: Auf allen Turnieren sind die Rinderdisziplinen der Publikumsmagnet. Der Cutter wird bei seiner Arbeit von vier selbstgewählten Helfern - zwei Herdholder zum Kontrollieren der Herde und zwei Turnbacks zum möglichen zurückdrängen des Rindes zur Herde - unterstützt. Wenn das Pferd langsam in die Herde geht, beginnt der Reiter, ein Rind auszuwählen. Gute Cutter studieren die Herde, bevor sie in den Wettkampf gehen, um herauszufinden, welches Rind für eine besonders attraktive Darstellung ihres Pferdes geeignet ist. Der Richter vergibt eine Punktzahl zwischen 60 und 80, wobei er zu Anfang des Ritts eine Durchschnittsbewertung von 70 im Kopf hat. Der Reiter trennt ein Rind und positioniert sein Pferd für den Cut ("Schnitt"). Indem der Reiter die Zügelhand bis knapp über den Pferdehals senkt, signalisiert er dem Pferd, dass dieses unabhängig und ohne Führung des Reiters zu arbeiten hat. Das Pferd soll nun selbstständig bei durchhängendem Zügel verhindern, dass das separierte Rind zur Herde zurückgelangt. Wird das Rind untätig oder verliert es gar die Lust, zur Herde zurückzukehren, hebt der Reiter die Zügel an und signalisiert Pferd und Richter, das Rind aufzugeben. Als Zeitpunkt des Quittens (beenden) gilt, wenn der Reiter seine Zügelhand hebt und die freie Hand auf den Hals des Pferdes legt, auch wenn das Pferd noch nicht unverzüglich stoppt. In 150 Sekunden kommt es auf das Zusammenspiel von Reiter, Pferd, Rind und Helfern an. Und wer gut ist, weiß auch sein Pferd genau einzuschätzen und seine Helfer entsprechend einzuweisen. |
Working Cowhorse: Diese Rinderdisziplin wird in zwei Teilen geritten. In dem ersten Teil zeigen Pferd und Reiter ihr Können in einer kleinen Reining, also "Trockenarbeit", im Fachjargon "Dry Work". Im zweiten Teil ist Fence Work verlangt. Ein Rind muss dabei kontrolliert an der langen Seite der Bahn mindestens einmal in jede Richtung gegen die Bande gewendet werden. Zum Schluss treibt der Reiter das Rind in die Bahnmitte, um es dort auf einer Acht zu zirkeln. Wie beim Cutting muss dies alles innerhalb von zweieinhalb Minuten geschehen. Pleasure: Nomen est omen: Es soll für den Reiter ein Vergnügen sein, das Pferd in den drei Grundgangarten am angemessen losen Zügel möglichst bequem und fließend zu reiten. Die Pferde werden beurteilt nach ihren Gangarten, ihrer Bereitschaft, die unsichtbaren Hilfen des Reiters sofort zu befolgen. Diese letztgenannten unsichtbaren Hilfen, lassen die Prüfung für den Zuschauer sehr mühelos erscheinen, obwohl von den Reitern bei dieser "Materialprüfung" höchste Konzentration gefordert wird. Die Pferde sollen in ihrer jeweiligen natürlichen Ausrichtung und damit in ihrem individuellen Tempo vorgestellt werden. Die natürliche Aufrichtung bedingt wesentlich flachere Beinbewegungen, als beim "klassischen" Reiten bekannt. Da die Pferde individuell unterschiedliche Geschwindigkeiten, besonders in Trab und Galopp, besitzen, darf in der Pleasure überholt werden. Die Pferde müssen ihr jeweiliges Tempo in den verschiedenen Gangarten konsequent beibehalten. |
| Western
Horsemanship: Bei der Horsemanship stehen die Leistungen des Reiters im Vordergrund. Zur Bewertung kommen unter anderem die Hilfengebung und die Haltung des Reiters während der einzelnen Lektionen. Die verlangte Einzel- aufgabe muss sehr exakt ausgeführt werden, was auch eine enorme Kontrolle des Pferdes voraussetzt. Es sind keine spektakulären, dafür aber penibel nachzureitende Mannöver, die verlangt werden. In der Kürze liegt die Würze. Die Einzelaufgabe geht zu 80 Prozent in die Wertung ein. Der zweite Teil einer Horsemanship fließt zu 20 Prozent in die Wertung ein. Optisch ist dieser zweite Teil eine Pleasure. Im Gegensatz zu einer Pleasure wird hier allerdings weiterhin vor allem das reiterliche Können des Menschen beurteilt. |
| Trail: In dieser Geschicklichkeits-Prüfung müssen die Pferde mindestens sechs Hindernisse bewältigen. Beim Trail sind Nervenstärke, Vertrauen vom Reiter ins Pferd und vom Pferd in den Reiter gefordert. Das gute Trail-Pferd soll sich unerschrocken und überlegt jedem Hindernis nähern, es prüfen und dann bewältigen. Beispiele für die Aufgaben: Der Reiter muss ein Tor öffnen und so durchreiten, dass eine Herde imaginärer Rinder auch nicht die geringste Gelegenheit hätte, ebenfalls das offene Tor zu passieren. Eine Brücke soll von dem Pferd vorsichtig, aber bereitwillig überquert werden. Am Boden liegende Stangen, die man sich als Unterholz im Wald vorstellen kann, müssen ohne Berührung in den verschiedenen Gangarten überschritten werden. Rückwärtsrichten des Pferdes durch ein enges Stangen-L oder Stangen-U. |
| Western
Pleasure Bereits der Name der Prüfung sagt alles: Es soll für den Reiter ein Vergnügen sein, das Pferd in den drei Grundgangarten am losen Zügel möglichst bequem und fließend vorzustellen. Die Pferde werden nach ihren Gangarten und nach ihrer Bereitschaft beurteilt, die unsichtbaren Hilfen des Reiters sofort zu befolgen, was die Prüfung für den Zuschauer sehr mühelos erscheinen lässt. Von den Reitern ist bei dieserMaterialprüfung" aber höchste Konzentration gefordert. |
| Western
- Riding Bei der Western Riding sind vor allem zahlreiche fliegende Galoppwechsel auf den Punkt genau zu absolvieren. Sie gehört zu den anspruchsvollsten Disziplinen. Eine Western Riding bedeutet die Vorstellung eines sensiblen, sich losgelassen und mühelos bewegenden Pferdes. Pluspunkte werden vergeben für weiche, taktreine Gänge bei gleichbleibendem Tempo während der gesamten Aufgabe. |
| Superhorse Die Superhorse ist eine besonders schwere Disziplin. Enthalten sind Elemente aus den vier Disziplinen : » Reining » Pleasure » Trail und » Western Riding Das Pferd muss für eine Superhorse ein besonders vielseitiges Talent mitbringen. Die Superhorse wird nur von der EWU angeboten. |
| Showmanship Die Showmanship at Halter ist eine Disziplin speziell für Jugendliche. Bewertet wird der Jugendliche, wie er sein Pferd am Halfter vorstellt. Daneben gehört neben der korrekten Aufstellung des Pferdes und der genauen Absolvierung der verlangten Aufgabe auch der Pflegezustand von Pferd, Ausrüstung und Kleidung. |
| Ausbildung |
| Mit
einem vielfältigen
Angebot an Aus- und
Weiterbildungsmöglichkeiten
und ihrem Engagement
trägt die EWU dazu bei,
Toleranz und Fairness in
Pferdehaltung und im
Sport zu wahren und so
das gemeinsame Ziel zu
erreichen: Die Harmonie
von Mensch und Pferd. Das Regelwerk für die Ausbildung und Prüfung im Deutschen Pferdesport- die Ausbildungs- und Prüfungsordnung (APO) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) beinhaltet seit dem Jahr 2000 auch die vielseitigen Ausbildungswege, welche die EWU ihren Mitgliedern selbst anbietet. Maßgeblich wurde der Bereich Ausbildung bei der EWU durch die Einführung des Westernreitabzeichen Bronze 1993 beeinflusst. Bereits seit 1996 werden bei der EWU Trainer C- Westernreiten ausgebildet, die ihrerseits Reitern und Pferden eine vielseitige Grundausbildung vermitteln. Seit 1997 gibt es die ersten Trainer B und Trainer A- Westernreiten, die ihren Schülern spezielle Inhalte vermitteln uns sie an den Leistungssport heranführen und begleiten. Erstmals in 2001 wird ein Lehrgang zum Trainer B- Jugend unter dem Motto "Null Bock auf Unterreicht" Reiten aber bitte mit Spaß durchgeführt. Ziel ist es, einen kind- und jugendgerechten Reitunterricht zu gestalten. Die Ausbildung zum Berufsreiter im Westernreitsport ist nicht länger ein unerreichbares Ziel, sondern ganz konkret der nächste Höhepunkt der Ausbildungsschiene bei der EWU. |
| Die
Abzeichen im Pferdesport
sind in drei Kategorien
eingeteilt: » Motivationsabzeichen » Abzeichen im Geländereiten und Fahren » Deutsche Abzeichen |
Das Hufeisen Das Hufeisen Westernreiten vermittelt Kindern und Jugendlichen unter Einbeziehung von spielerischen Elementen grundlegende Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit dem Pferd, u.a. Pferdepflege, Putzen, Führen sowie Reiten einfacher Aufgaben. |
Der Basispass Der Basispass Pferdekunde ist Voraussetzung für die Teilnahme an allen folgenden Abzeichenprüfungen und vermittelt den Teilnehmern, die Mitglied bei der EWU oder eines der FN angeschlossenen Reitvereines sind, Fertigkeiten im Umgang mit dem Pferd wie z.B. Führen, Anbinden, Pferdepflege einschl. Bandagieren, Verladen und vieles mehr sowie Grundkenntnisse des Pferdeverhaltens, Sicherheitsaspekte, Tierschutzgesetz, Fütterung und Grundlage der Pferdegesundheit. Dieser Lehrgang ist nicht nur für Reiter interessant sondern für alle, die im Umgang mit Pferden verantwortungsvoll handeln. |
Bronzenes Westernreitabzeichen Das Deutsche Westernreitabzeichen Klasse III (Bronze) bietet ambitionierten Reitern den Einstieg in den Turniersport und die Trainerausbildung. Nach bestandener Prüfung erhält der Teilnehmer eine Urkunde und auf Wunsch eine attraktive Nadel die bestätigt, dass er über ein bestimmtes Maß an Können und Wissen im Westernreiten verfügt. Das Abzeichen ist eine öffentliche Anerkennung und spornt zu weiteren Leistungen im Umgang mit dem Pferd und im Reiten an. In der Theorie werden Kenntnisse über die Themen Pferdekunde und -krankheiten, Pferdehaltung, Pflege und Fütterung, Ausrüstung des Westernreiters und Westernreitlehre, Gelände- und Turnierreiten sowie des Tierschutzes und Erste Hilfe vermittelt. Bei der praktischen Prüfung werden Leistungen in den Disziplinen Horsemanship und Trail sowie im Gelände geprüft. Hierfür sind in erster Linie der Sitz des Reiters und dessen Einwirkung sowie die Kontrolle über das Pferd maßgeblich. Der Basispass Pferdekunde sowie die Teilnahme an einem Erste-Hilfe-Kurs muss bei Anmeldung zum Kurs nachgewiesen werden (siehe Merkblatt). |
Silbernes Westernreitabzeichen Die Prüfung zum Deutschen Westernreitabzeichen Klasse II (Silber) basiert auf der erfolgreichen Teilnahme auf EWU Turnieren und dem Westernreitabzeichen Bronze. Erfolgreiche Turnierreiter, welche die Prüfung bestehen, erhalten eine Auszeichnung für überdurchschnittliche Leistungen in Form einer Urkunde. Das silberne Westernreitabzeichen ist Vorraussetzung zur Teilnahme am Kurs zum Trainer A. Die Theorie umfasst tiefere Kenntnisse über das Pferd, Pferdehaltung und Zubehör, das EWU- Regelbuch und die einschlägigen Bestimmungen der Tierschutzgesetzes und das reiterliche Verhalten im Feld, Wald und auf den Straßen. Die sportlichen Leistungen werden in den Disziplinen Trail, Reining und Western Riding geprüft. |
Goldenes Westernreitabzeichen Das Deutsche Westernreitabzeichen Klasse I (Gold) wird vom Vorstand der EWU für besondere sportliche Leistungen verliehen. Darüber hinaus ist das Verhalten des Reiters mit dem Pferd entscheidend. Der Reiter muss in allen Bereichen eine Vorbildfunktion für den Westernreisport darstellen und diesen positiv repräsentieren. Für diese Auszeichnung ist ein Punkteschema maßgeblich, nach dem der Reiter auf A- und B- Turnieren sowie auf deutschen und Europameisterschaften je nach Platzierung Punkte sammelt. Die Ausbildung zum Trainer unterteilt sich in Lizenzstufen C, B und A. Einstieg hierfür ist der Berittführer, der als Abschluss eines Lehrganges in der Lage ist, eine Reitergruppe im Straßenverkehr und im Gelände unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen, der Belange des Umweltschutzes, des Tierschutzes und der Unfallsicherheit zu führen. |
Trainer C Der Trainer C - Westernreiten - Lehrgang bildet die erste Stufe der durch den Deutschen Sportbund lizensierten Ausbildung der Ausbilder. Der Trainer C soll für Pferd und Reiter eine vielseitige Grundausbildung vermitteln und breitensportlich und leistungssportlich orientierte Angebote gestalten. Er selbst soll entsprechende Fähigkeiten als Reiter beherrschen. Der Teilnehmer weist bei der Prüfung Feritgkeiten und Kenntnisse im praktischem Reiten einer Horsemanship- Aufgabe, eines Trails und im Gelände nach. Die Unterrichtserteilung ist weiterer Schwerpunkt der Prüfung zum Trainer C. Theoretische Kenntnisse sind in den Bereichen Sportpädagogik, Reitlehre, Organisation, Sport und Umwelt, Sicherheit im Reitsport sowie Pferdehaltung und Veterinärkunde nachzuweisen. Der Trainer C wird dadurch besonders von der EWU unterstützt, dass diese Ausbilder dazu berechtigt sind, Reitabzeichenkurse zu veranstalten und durchzuführen. |
Trainer B Der Trainer B - Westernreiten - Lehrgang bildet die zweite Stufe der lizensierten Ausbildung der Ausbilder. Die Tätigkeit als Trainer B umfasst Ausbildungsarbeit im Rahmen strukturierter Ausbildungsstunden. Er beinhaltet die zusammenhängend strukturierte Planung von Unterrichtseinheiten und deren Durchführung, spezielle Inhalte des Breitensports, disziplingebundene Ausbildungssystematik im Leistungssport, Ausbildungssystematik in speziellen Ausbildungsrichtlinien für Pferd und Reiter sowie entsprechende Fähigkeiten und Fertigkeiten als Reiter. |
Trainer A Der Trainer A - Westernreiten - Lehrgang als dritte Stufe der lizensierten Ausbildung der Ausbilder umfasst die Planung und Durchführung von Unterrichtskonzepten über zusammenhängende Ausbildungszeiträume, Lehrgangskonzeptionen sowie die Organisation der Ausbildung in Pferdesportvereinen oder Ausbildungsstätten und die Koordination der dabei eingesetzten Ausbilder. Mit der Trainer A- Lizens weist der Ausbilder die Fähigkeiten nach, Inhalte des Breitensports und des Leistungssports zu analysieren und in zusammenhängenden Unterrichtskonzeptionen zu strukturieren, erarbeitete Konzeptionen selbst durchzuführen und dabei Teilaufgaben an andere Trainer weiter zu delegieren, die Durchführung des Ausbildung zu überwachen, auszuwerten und ggf. Korrekturen vorzunehmen und Gesamtkonzepte im Verein oder Lehrgang organisatorisch zu planen und zu überwachen. |
| Ausrüstung |
| Für
den Laien mag ein
Westernsattel aussehen
wie jeder andere,
zumindest was die Form
angeht. Aber nicht nur im Preis und in der Optik unterscheiden sich die einzelnen Sättel ganz erheblich. Was ist nun wichtig bei einem solchen Sattel? Zunächst das Innenleben: Jeder Sattel hat einen Sattelbaum, ein Grundgerüst, dem alles andere aufgebaut wird. Diese Bäume können zum einen aus Holz, zum anderen aus Kunststoff sein. Viele Reiter schwören auf einen Holzbaum, manchen ist er zu schwer. Wie so oft kann man hier kein gültiges "Rezept" geben, welches nun das Bessere sei, denn jeder Reiter und jedes Pferd sind anders. Zudem kommt es auf den Verwendungszweck an: Es gibt heute die besten Sättel für alle Einzeldisziplinen des Westernreitens, aber auch einige gut geeignete All-around-Sättel für den vielseitig orientierten Reiter. Der Sattelbaum gibt dem Sattel seine spätere Größe. Auch den verschiedenen Pferdetypen tragen unterschiedliche Bäume Rechnung. Rohhaut und weiter außen Leder verkleiden den Sattelbaum. Hier sollte man zumindest auf eine mittlere Lederqualität achten und nicht nur auf den günstigen Preis schauen. Ein Sattel soll dem Gesäß des Reiters und dem Rücken des Pferdes beim Reiten keine Probleme bereiten. Ob das Leder verziert ist oder nicht, ob viel Silber verarbeitet wurde, ist letztlich eine Frage des Geldbeutels und des Geschmacks. Für die Reit- und Sitzeigenschaften ist dies nicht von Bedeutung. Es gibt eine Vielzahl Gebisse, inklusive der Trense, mit der man westernreiten kann. Beim Westernreiten zugelassene Zäumungen sind: |
Snaffle bit (Trensengebiss) - ein glattes Gebiss mit gebrochenem Mundstück; üblicherweise als Wassertrense, Olivenkopftrense oder D-Ring-Trense gearbeitet mit Ringen, die im Durchmesser nicht größer als 10cm sein sollten. Etwa 2,5cm vom Maulwinkel nach innen gemessen muss die Trense mindestens 1 cm stark sein. Der Kinnriemen sollte nicht zu eng geschnallt werden. |
Kandarengebisse - ein "Curb bit" (die bekannte Kandare mit oder ohne Zungenfreiheit) oder ein "Snaffle with Shanks" (ein einfach gebrochenes Mundstück mit kandarenartiger Wirkung durch beweglich angebrachte Anzüge) werden häufig benutzt. Kinnketten sind zulässig, benötigen aber die Zustimmung des Richters. Sie müssen mindestens 1,3 cm breit sein und flach am Unterkiefer bzw. in der Kinngrube des Pferdes anliegen. |
Hackamore - ein aus Rawhide oder Leder geflochtenes Bosal (Nasenring), das anstelle eines Gebisses verwendet wird und das einen Durchmesser von höchstens 2 cm besitzt. Es müssen eben noch zwei Finger zwischen Bosal und Nase passen. Metallbestandteile, gleichgültig wie stark gepolstert, sind beim Bosal nicht erlaubt. Das Bosal wird zusammen mit dem Haarseil (der Mecate) verwendet und bildet mit dieser die "klassische" oder "Western Hackamore". Beim Turnier ist saubere, ordentliche Kleidung im Westernstil vorgeschrieben: Stiefel und Westernhut (oder Sturzkappe) sind Pflicht; dazu gehört eine geeignete lange Hose und ein langärmeliges Hemd. Möglich sind weiter Chaps, Gürtel mit dekorativer Gürtelschnalle (meist aus Silber, sog. Buckle), Krawatte, Tuch oder Schleife am Kragen etc.. Im allgemeinen ist der Trend zu ansprechender, stilvoller und auch modischer Kleidung bei Turnieren deutlich zu erkennen. Bei der Farbgebung versucht der Reiter ein harmonisches Gesamtbild passend auch zur Farbe des Pferdes zu erreichen. |
| Rasseportraits |
| Das
Entscheidende beim
Westernreiten: Da es ein eigener Reitstil ist, kann Westernreiten grundsätzlich jedem Pferd beigebracht werden, egal welche Rasse oder auch ohne Rasse-Papier. Knabstrupper, Haflinger, Fjords, Norweger, Araber sowie andere Rassen bis hin zum Pony bringen hervorragende Leistungen in der Arena und im Gelände. Ein Western-Horse muss intelligent, sensibel und lernbereit sein, denn die Ausbildung stellt hohe Anforderungen an das Pferd. Es soll vielseitig und sicher im Gelände sein, nervenstark und volles Vertrauen zum Reiter haben. Durch jahrzehntelanges Züchten entwickelten sich drei spezielle Westernpferderassen, die von ihrer genetischen Veranlagung bereits bestmöglich den Ansprüchen der Westernreiter gerecht werden: » Quarter Horse » Paint Horse » Appaloosa |
Quarter Horse Das Quarter Horse ist heute mit knapp vier Millionen registrierter Pferden die größte Pferderasse der Welt. In Deutschland leben derzeit rund 17.000 eingetragene Quarter Horses. Sein Name leitet sich von "a quarter mile race" - ein Kurzstreckenrennen über ca. 400 m - ab, das sich bereits in den Pioniertagen der Vereinigten Staaten höchster Beliebtheit erfreute und bei dem besonders die antrittsstarken Quarter Horses dominierten. Von den zarten Anfängen in den 70er Jahren bis heute hat die Deutsche Quarter Horse Association (DQHA) einen weiten Weg zurückgelegt. Während ein in Deutschland geborenes American Quarter Horse vor 20 Jahren noch eine Ausnahme war und die Importe die Showszene beherrschten, findet der interessierte Käufer heute Pferde aus allen Blutlinien und für alle Disziplinen der Reiterei bei den Züchtern. Mit ca. 2.700 Zuchtstuten und 111 im Hengstbuch I registrierten Hengsten verfügen die Züchter über ausreichend Zucht-Material, um Pferde für alle Ansprüche und Verwendungen anbieten zu können. (www.dqha.de) |
Paint Horse American Paint Horses stellen eigentlich keine eigene Rasse dar, sondern sind rassemäßig von den Quarter Horses nicht zu trennen. Paint Horses sind in Herkunft, Abstammung und Eigenschaften ganz einfach gescheckte Quarter Horses, die stutbuchmäßig allerdings von einem eigenen Zuchtverband, der American Paint Horse Association, kurz APHA betreut werden. Nicht nur haben alle Paint Horses eine Quarter Horse-Abstammung, sehr viele haben direkt eine Quarter Horse-Mutter oder einen Quarter Horse-Vater, ja, bei nicht wenigen sind sogar beide Eltern Quarter Horses. Einkreuzungen anderer Rassen sind - wie bei den Quarter Horses auch - nicht zulässig, wobei das Englische Vollblut eine Ausnahme macht, da es an der Entstehung der Rasse Quarter Horse beteiligt war. Wann immer die weißen Abzeichen eines Quarter Horse-Fohlens über ein bestimmtes Maß hinausgehen, das von der American Quarter Horse Association festgesetzt wurde, kann dieses nicht mehr als Quarter Horse eingetragen werden. Dieser Umstand hat 1962/63 zur Gründung des Zuchtverbandes geführt, den wir heute als APHA kennen. Die APHA registriert solche Quarter Horses, die zuviel Weiß haben, gleichberechtigt mit den aus der gezielten Paint Horse-Zucht hervorgehenden Fohlen. (www.phcg.de) |
Appaloosa Alle heute registrierten und gezüchteten Appaloosas basieren auf Pferden, die auf die Zucht der Nez-Perce-Indianer im Nordwesten der USA zurückgeht. Der Name "Appaloosa" leitet sich vom Palouse River ab, an dessen Ufer die Nez-Perce-Indianer einst ihre Weidegebiete hatten. In der 2.Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurden die Nez-Perce-Indianer gezwungen in Reservate umzusiedeln. Etwa 800 Stammesmitglieder weigerten sich und zogen unter der Führung ihres Häuptlings Chief Joseph mit 2000 Appaloosa in Richtung Kanada. Nach 108 Tagen und 2500 Meilen mußten sie jedoch vor der kanadischen Grenze kapitulieren. Die meisten ihrer Pferde wurden ihnen weggenommen und in alle Winde verstreut. Glücklicherweise waren einige Rancher von den Appaloosas so begeistert, daß sie die Rasse weiterzüchteten. 1938 wurde auf Initiative von Claude Thompson der ApHC (= Appaloosa-Horse-Club) in Oregon gegründet. Mühsam wurden die verbliebenen Appaloosas gesammelt und registriert. Heute sind dort weltweit über 600.000 Appaloosas eingetragen. Hinzu kommen jedes Jahr ca. 10.000 Neuregistraturen. Die Appaloosas gehören damit heute zu der zahlenmäßig viertgrößten Rasse der Welt. Der ApHC, mit Sitz in Moscow, Idaho, ist für sämtliche Appaloosa-Vereine der Welt der übergeordnete Ansprechpartner (www.aphcg.de). |
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